Orchester erobert Herzen der Zuhörer

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Begeisterter Applaus beim Wunschkonzert: Musiker präsentieren hörenswerte Stücke

Mit reichlich Applaus belohnen die Zuhörer die Darbietungen des Musikvereins Urach unter Leitung von Philipp Schönstein. | Bild: Hartmut Ketterer

Nicht zuviel versprochen hatte der Musikverein Urach, dass beim Wunschkonzert jeder Blasmusikfreund auf seine Kosten kommen würde. Dirigent Philipp Schönstein servierte mit seinem Orchester interessante und hörenswerte Kompositionen.

Schneidig geht’s los

Das Publikum im restlos vollen Dorfgemeinschaftshaus zeigte sich begeistert. Schneidig mit dem Marsch „Hoch Heidecksburg“ gingen die einheimischen Musiker ans Werk. Dabei merkte oder hörte das Publikum, wie es Manfred Bertl vom Vorstandsteam am Ende des gelungenen Konzertes anklingen ließ, dass da schon einige Sonderschichten gefahren worden waren, um die Klangfülle des Orchesters wirken zu lassen. Zudem kennen die Musiker mittlerweile auch das zielfordernde und mit Gesten verbundene Dirigat von Philipp Schönstein.

„The Lion King“ ist Favorit

Ideal passte dann auch das am meisten gewünschte Stück „The Lion King“ zum Konzertabend. Alleine 172 Stimmzettel von insgesamt 1173 Wünschen gingen für diese bekannte Filmmelodie ein. Kontrastreich ging es weiter. Diverse Rhythmen und Musikstilrichtungen versetzten die Zuhörer in das Leben einer Großstadt. Die New York Overtüre, dazu ein Trompetensolo von Julian Scherzinger, hätte nicht passender sein können. Temporeich erklang „Bohemian Gallop“, auch eine Überleitung zur Böhmischen Polka war unverkennbar Teil der Noten.

Wichtiges Schlagzeugregister

Wie wichtig das Schlagzeugregister ist, bewiesen Silvia Dannecker, Tobias, Jan und Thomas Kienzler sowie Matthias Maier und Marco Weißer bei der Intonierung von „Fascinating Drums“. Die Herzen der Marschfreunde schlugen dann ein zweites Mal höher, denn zum berühmten „Florentiner Marsch“ genügten wenige Worte, die Darbietung überzeugte dafür umso mehr. Ebenso gut aufgelegt zeigten sich die Uracher Musiker beim Medley bekannter Songs von Elvis Presley. Einzig der Hüftschwung fehlte, doch dafür entschädigten die gefühlvoll umgesetzten Tonfolgen. Was wäre ein Konzert ohne Polka. Auch hier wurden die Zuhörer, darunter der Landtagsabgeordnete Karl Rombach, nicht enttäuscht. Begeisterter Applaus begleitete dann die „Heidrun Polka“ und später „Ein junger Egerländer“. Bei letzterem erinnerte man sich gerne an die Auftritte von Timo Hieske und seinen jungen Egerländern.

80er Jahre kommen an

Einprägsam ließ Dirigent Schönstein „Pavane in Blue“ aufführen, Trompeter Toni Maier und die Saxophonistin Monika Kienzler punkteten mit Soli. Mit 124 Stimmzetteln stand „80er Kult(tour) Medley“ auf dem zweiten Platz des Wunschkonzertes. Kein Wunder, denn die Lieder „Skandal im Sperrbezirk“, „Ohne dich schlaf ich nicht ein“, oder „Rock me Amadeus“, natürlich treffend wiedergegeben, wollten die Gäste unbedingt wieder mal hören.

 
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Die Solistin Monika Kienzler begeistert beim Wunschkonzert. Fotos: Ketterer Foto: Schwarzwälder Bote

Viele tragen zum Erfolg bei

Reichlich Applaus unterstrich danach, dass das Wunschkonzert einmal mehr die Zuhörer erobert hatte. Dirigent Schönstein erfüllte die Zugaberufe mit dem Marsch „Abel Tasman“ und nochmals dem Siegerstück „The Lion King“. Mit Dankesworten für das Orchester und einem großen Osterei für den Dirigenten sprach Manfred Bertl seine Anerkennung aus. Dazu gehörten auch die Musikermoderatoren wie Svenja Bertl, Vanessa, Lorena, Sabrina, Anja und Patrick Kienzler sowie Leon und Markus Dannecker, Melissa Weißer und Stefanie Schuler. Zudem lobte Bertl die Helfer vor und hinter der Theke sowie diejenigen, die die Halle geschmückt hatten.

23.04.2019, Schwarzwälder Bote