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Musikgenuss im Uracher Kirchenschiff

Mit einer hervorragenden Leistung überzeugte der Musikverein Urach unter Leitung von Reiner Menge bei seinem dritten Kirchenkonzert. Foto: Ketterer

Vöhrenbach-Urach. Dass dieses auf jeden Fall einen Besuch wert war, zeigten auch die etwa 160 Besucher, darunter Hausherr Pfarrer Martin Schäuble, im vollen Gotteshaus.
Eine Menge Probenarbeit hatte Dirigent Reiner Menge mit seinem 40-köpfigen Orchester in dieses Konzert investiert, und vor dem Konzert wurde donnerstags und freitags geübt. Mit Erfolg. Die Zuhörer honorierten die Darbietungen mit begeistertem Applaus.

In den Konzertabend eingestimmt wurden sie mit der Filmmusik „Lawrence of Arabia“,
wofür sich besonders die eindrucksvolle Eröffnung des Stückes eignete.
Mit „Canterbury Chorale“ präsentieren die einheimischen Musiker ein ruhiges Stück.
Soli verschiedener Instrumente, aber auch massive Passagen des ganzen Orchesters
kennzeichneten das Arrangement.

Dass unter Zeitdruck hervorragende Arbeit geleistet werden kann, hörte man bei der Filmmusik „The Rock“. Die ursprüngliche Musik gefiel nicht. Der Regisseur beauftragte deshalb drei Komponisten, die in vier Wochen eine passable Melodie ausarbeiten mussten.
Der Musikverein Urach intonierte das hörenswerte Ergebnis, und Trompeter Julian Scherzinger meisterte den Solopart.

Eine wunderschöne Melodie, typisch irisch, ließ Dirigent Menge unter dem Namen „An irish Blessing“ erklingen.
Geschaffen, um in einem Kirchenraum zu erklingen, war „Jesus Christ Superstar“.
Die berühmte Komposition von Andrew Lloyd Webber fesselte die Zuhörer,
und die Musiker spielten dabei bekannte Melodien wie „I don’t know how to love him“,
„Everything is all right“ oder „I only want to say“.

Das Hauptwerk des Abends „Nova Vita“ sparte sich das Orchester für den Schluss auf.
„Es ist ein blasmusikalisch gewichtiges Werk“, kündigte Moderatorin Heide Bertl an.
Das Uracher Orchester wurde bei dem fünfteiligen Stück denn auch noch einmal gefordert.
Die Zuhörer durften sich Lebensstationen vorstellen. Sehnsucht, Drängen nach oben,
getriebene Menschen in ruheloser und hektischer Zeit beschrieb die Musik. Ruhe,
Besinnung und Orientierung folgten, wobei die Musiker auch mit einem gesungenen Choral überzeugten.
Im Schlussakkord verschmolzen Anfangsmotiv und Schlussthema.
Ein langer überwältigender Applaus für die bravouröse Leistung war der Lohn.

Menge hatte als Zugabe „The lord of the dance“ ausgesucht, ehe das Konzert mit Bachs „Arioso“ ausklang.

Manfred Bertl vom Vorstandsteam bedankte sich bei allen Akteuren und besonders beim Dirigenten. Einziger Wermutstropfen des gelungenen Abends: Es war das letzte Konzert mit Reiner Menge.

(Schwarzwälder Bote – 14.12.2016)

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