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Fulminante Klänge erfüllen den Kirchenraum

Ein hervorragendes Kirchenkonzert lässt der Musikverein Urach unter der Leitung von Philipp Schönstein in der Kirche Allerheiligen erklingen. Fotos: Ketterer

Die Kirche in einen Konzertsaal verwandelt und anspruchsvolle Musikstücke intoniert,
hat der Musikverein Urach bei seinem fünften Kirchenkonzert.

Vöhrenbach-Urach. Für Dirigent Philipp Schönstein war es das zweite Kirchenkonzert mit den einheimischen Musikern.
Um es vorweg zu nehmen: Es war ein Erlebnis, die Kompositionen mit der Akustik der Kirche zu hören und zu genießen.
Dies zeigte auch der reichliche Beifall der etwa 130 Zuhörer, unter ihnen Pfarrer Martin Schäuble, Bürgermeister Robert Strumberger und Ortsvorsteher Martin Schneider.

Feierlich stiegen die 44 Musiker mit der „Festmusik der Stadt Wien“ in das Programm ein.
Fulminate Klänge durchdrangen den Kirchenraum und bei der Komposition von Richard Strauß hörte man heraus, dass Strauss gerne für Bläser geschrieben hat.

Auf eine ganz andere Szene musste sich das Orchester bei der Filmmusik Gladiator konzentrieren.
Moderatorin Heide Bertl führte aus, dass man sich bei den verschiedenen Klangbildern eine Arena in Rom vorstellen kann. Der Gladiator, dessen Auftritt zur Belustigung gedacht war, eroberte jedoch die Herzen der Zuschauer. Die musikalische Eroberung gelang derweil dem Uracher Orchester.

Langsam und hymnisch folgte die wunderbare Melodie mit dem Titel „Nimrod“.

Die Abenteuer von zwei frechen Jungs und deren Erlebnisse zu beschreiben ist eine Aufgabe, das ganze jedoch musikalisch auszudrücken ist eine andere. Die Uracher Musiker hatten sich damit auseinandergesetzt und präsentierten mit vielen lebendigen Klängen und Variationen gekonnt die „Huckleberry Finn Suite“.

Melodien des italienischen Komponisten Ennio Morricone sind einprägend.
Die Musik mit dem Titel „Gabriel’s one“ gehört ebenfalls dazu.
Susanne Schoblies an der Oboe und Toni Maier an der Trompete brillierten dabei mit Soli,
und der Dialog mit dem Orchester machte auch diese Darbietung zu einem Hörgenuss.
Erlebnisse an die Schulzeit in einer Ouvertüre zu beschreiben, gelang dem Komponisten Jacob de Haan. Daraus einstand ein wuchtiges Werk, bei dem die Musiker, und vor allem die Schlagwerktruppe, einmal mehr auf sich aufmerksam machten.

Mit Musik erzeugte die Uracher Kapelle eine wunderbare Stimmung und füllte die Kirche Allerheiligen mit Leben, schwärmte Pfarrer Schäuble. Er sprach ein „Vergelt’s Gott“ an den Musikverein für das tolle Konzert und auch für die Unterstützung während des Jahres aus.

Manfred Bertl vom Vorstandsteam dankte Dirigent Schönstein und den Musikern und Aushilfsmusikern, die intensiv an der Einstudierung des Konzertes gearbeitet hatten.
Weiter dankte Bertl Susanne Schoblies, die extra aus Ulm angereist war, um im Orchester mitzuspielen.
Blumen und Präsente gingen danach an den Dirigenten und Moderatorin Bertl.

Bevor es zu den Zugaben ging, lobte Dirigent Schönstein den guten Zusammenhalt und die Kameradschaft unter den Musikern. Gespielt wurde dann das Stück „Abendfrieden“. Schönstein betonte: „Das ist eine besondere Widmung an unseren kürzlich verstorbenen Musiker Christoph Kienzler.“

Weitere Zugaben waren „Sweet Bells Fantasy“ und ein Auszug des ersten Stückes des Abends.
Mit einer Spende konnten die Besucher die Vereinskasse unterstützen und Manfred Bertl lud noch in das Dorfgemeinschaftshaus ein, wo für das leibliche Wohl gesorgt war.

Schwarzwälder Bote, den 17.12.2018

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