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Wunderbares musikalisches Weihnachtsgeschenk: Konzertgenuss in der Uracher Kirche

Musikverein glänzt in der Pfarrkirche Allerheiligen

 Viel Applaus für Dirigent Schönstein und Musiker

 
 

Mit einem exzellenten Kirchenkonzert wartet der Musikverein Urach unter der Leitung von Philipp Schönstein auf. | Bild: Hartmut Ketterer

Die Aufmerksamkeit, die normal nur der Pfarrer hat, wenn er von der Kanzel predigt, bekam der Musikverein Urach bei seinem Kirchenkonzert und – es war mucksmäuschenstill.

So hatte Dirigent Philipp Schönstein und seine Musiker ideale Voraussetzungen um sich zu konzentrieren und die Zuhörer im fast vollen Gotteshaus hatten beste Bedingungen die Musikstücke ohne Nebengeräusche genießen zu können. Und eine Zugabe bekam das Orchester obendrein durch die gute Akustik der Pfarrkirche Allerheiligen.

Jedes Musikstück erhielt so eine besondere Note. Das musikalische Weihnachtsgeschenk und die Vorfreude auf Neujahr machten die einheimischen Musiker den etwa 150 Zuhörern bestimmt mit dem Kaiserwalzer. Bei den Klängen, die fast jeder kennt, hatte man fast das Gefühl, dass man nicht in Urach ist, sondern den Wiener Philharmonikern beim Neujahrskonzert zuhört.

Doch auch schon der Konzertauftakt mit dem berühmten Lied Little Drummer Boy war Wohlklang für die Ohren. Harmonisch ließ Dirigent Schönstein sein Orchester ertönen und als „kleine“ Trommler marschierten Jan und Tobias Kienzler durch den Mittelgang der Kirche um dann im Orchester die Schlagstöcke weiter wirbeln zu lassen.

Aber nicht nur das Orchester wusste beim erneuten Kirchenkonzert zu glänzen. Hornist Markus Dannecker zeigte sich ebenfalls in bester Spiellaune und verzauberte die Zuhörer in der Allerheiligen Kirche mit der Komposition Romance opus 36.

 
Hornist Markus Dannecker meistert gekonnt sein Solo beim Kirchenkonzert des
Musikvereins Urach. | Bild: Hartmut Ketterer

 

Eine wunderbare Geschichte um Drachenkampf und daraus werdender Freundschaft kündigte darauf Moderatorin Heide Bertl an. Kein leichtes Spiel für die Musiker. Doch dramatische Orchesterklänge, die nach und nach in Harmonie übergingen, ließen die Zuhörer erahnen, dass auch ein kleiner Junge nach einer Tollpatschigkeit zu einem Helden werden kann. Vom Drachenkampf zum Mitsummen aufgefordert wurden die Gäste bei Cinderella’s dance. Besonders das Hauptthema mit der Filmmusik Küss mich, halt mich, lieb mich machte es den Konzertgästen leicht, leise die Melodie mitzusingen.

Einen starken Schlusspunkt legte Dirigent Schönstein mit den Noten Tirol 1809 auf. Schon einmal hatte der Musikverein dieses dreisätzige Werk im Dorfgemeinschaftshaus gespielt.

Die Akustik im Dorfgemeinschaftshaus und Gotteshaus trennen jedoch Welten. Eindeutig zum Vorteil der Kirche. Die Szenen um die Tiroler Freiheitskämpfe und die musikalische Umsetzung ließen dieses Stück unbestritten zu einem der Höhepunkte dieses Kirchenkonzertes werden, bei welchem den 44 Musikern einiges abverlangt wurde. Und der Applaus zeigte, dass die intensive Probenarbeit mit dem Ergebnis eines hörenswerten Konzertes bestens fruchtete. Etliche Dankesworte, verbunden mit Präsenten, äußerte Manfred Bertl vom Vorstandsteam am Ende des Konzertes an Dirigent Philipp Schönstein für die gute Vorbereitung, an Susanne Schoblies, die wieder aus Ulm anreiste um die ehemaligen Musikerkollegen an der Oboe zu unterstützen und an Querflötistin Birgit Winterhalder von der Trachtenkapelle Hinterzarten, sowie an Moderatorin Heide Bertl.

An Pfarrer Martin Schäuble ging ebenso ein Dankeschön für die Überlassung des Konzerthauses. Die schöne Melodie von You raise me up lautete dann die Zugabe nach dem gelungenen und mit viel Beifall bedachten Kirchenkonzert. Abschließend gab es die Möglichkeit eine Spende abzugeben und wer noch nicht nach Hause wollte, nutzte das Angebot für das leibliche Wohl im Dorfgemeinschaftshaus.

Schwarzwälder Bote, 16.12.2019

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